Während der Jahre des Ersten Weltkriegs widmete sich Rudolf Steiner intensiv der Verteidigung seiner anthroposophischen Geisteswissenschaft gegen zeitgenössische Kritiker. Die drei Schriften des vorliegenden Bandes, «Vom Menschenrätsel» (1916), «Von Seelenrätseln» (1917) und «Goethes Geistesart» (1918), sind Ausdruck dieser Bemühungen. Indem sie besonderen Wert darauf legen, die Anthroposophie methodisch klarer zu fassen und deren Forschungsansatz gegenüber den Methoden der traditionellen Geistes- und Naturwissenschaften abzugrenzen, wird ersichtlich, dass methodisch folgerichtiges Denken nicht zwingend an das materialistische Dogma gebunden sein muss und dass andere Ergebnisse zum Vorschein kommen, wenn der Denkprozess in die Untersuchung miteinbezogen wird – eine interessante Erweiterung des gegenwärtigen Methodendiskurses. Überdies findet sich in dem Text von 1917 die erste schriftliche Formulierung der für die Anthroposophie zentralen Dreigliederung des menschlichen Organismus.
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